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> Tout - Alles

ein Tanzstück der Chavirer Dance Company
 
Künstlerische Leitung: Charlotte Lefebvre
Tanz & Choreographie: Anika Haberecht, Audrey Le Goff, Aurélie Vaccaro, Delphine Brunet, Elisa Stahmer, Elise Brive, Greta Braun, Janina Peters, Juliane Katzer, Marie Delacroix, Marion Deslot
Musik: Greta Braun, Jury Christoph, Henrik Diekmann, Kris Kuldkepp, Thomas Evrard
 
Die Identität eines Menschen kommt nicht ohne das aus, was ihn umgibt. Wir sind keine isolierten Wesen, jeder Einzelne ist Teil von „tout“, „allem“ – dem großen Ganzen, das um uns herum und mit uns funktioniert. Als Individuum stehen wir Seite an Seite in einer Abhängigkeit zueinander – in der Gesellschaft, in der Natur, im Universum. Alles, was uns umgibt, hat einen Einfluss auf uns; auf unsere Gefühle, auf unsere Begegnungen und auf unsere Erlebnisse.
Die Pandemie hat letztlich dazu geführt, dass die Macht der Natur und die Kraft der Verbindungen einzelner Menschen zu einer kollektiven Gemeinschaft noch deutlicher geworden sind. Glauben und Vertrauen, Angst und Entmutigung sind allgegenwärtig.  Das Stück „Tout – Alles“ erkundet auf künstlerische Weise jene Verbundenheit des Menschen mit allem, was ihn umgibt. Die Performance beleuchtet die Rolle des Einzelnen in Gesellschaft, Natur und Universum und inwiefern diese Pluralität von Individuen einen kollektiven Körper formt, der seine einzelnen Bestandteile achtet und liebt aber hin und wieder auch Grenzen überschreitet und versucht, sich völlig zu lösen. Doch ist das überhaupt möglich? Gibt es ein Leben ohne Verbundenheit?
Die Tänzerinnen der Chavirer Dance Company tauchen in diese Realität ein, loten die Verbundenheit aus und verschmelzen sie mit ihren eigenen Erfahrungen und Interpretationen, mit ihrem Geist und ihrem Körper.
 
»In der lebendigen Natur geschieht nichts, was nicht in einer Verbindung mit dem Ganzen steht.«
Johann Wolfgang von Goethe
 
Die Chavier Dance Company ist ein deutsch-französisches Tänzerinnenkollektiv aus Hamburg, das Improvisation und Choreographie zu einer künstlerischen Performance vereint. Unterstützt wird diese durch eigens dafür komponierte Musik.
 
 
Vorprogramm:

Reach-able

von Anna-Lena Bunge und Charlotte Lefebvre

Reach-able beschäftigt sich mit dem Thema des „Sich-Erreichens“ auf verschiedenen Ebenen. Was bedeutet es, jemanden zu erreichen? Wie kann ich jemanden erreichen? Was sind, neben der Sprache, Möglichkeiten und Wege, jemanden zu erreichen? Was sind Gründe dafür, warum man nicht zu jemandem durchkommt? Was ist notwendig, um erreichbar zu sein oder zu werden? Neben oder teils unabhängig von der Sprachebarriere sind Aspekte wie Erfahrungen, Bildung, Vorurteile, Vorstellungen, Kultur, Empfindungen und Wahrnehmung der eigenen Welt mögliche  Gründe, die einen Einfluss darauf haben, ob man jemanden erreicht oder aneinander vorbei  redet/lebt/fühlt. Denn wenn jeder (nur) seine eigene „Sprache“ spricht und sich (nur) in seiner  eigenen Welt bewegt, ist es schwierig zusammen zu kommen, gemeinsame Begegnungen zu schaffen und dem Gegenüber etwas mitzuteilen oder etwas von dem Gegenüber mitzubekommen.  Es müssen Momente vorhanden sein, in denen man sich dem anderen ein Stück öffnet und einen Teil von sich zurücknimmt.  Die Idee ist, dass die Menge an Sprachfetzen die Flut von Dingen vertont, die jemanden vom Erreichen / Erreicht werden / Verstehen ablenkt oder abhält. Eine wichtige Botschaft oder ein Gefühl, das mitgeteilt werden möchte, kommt durch das Sprachgefecht nicht hindurch.  Erst mit der Zeit, mit Begegnungen, bewusstem Innehalten und dem Zubewegen auf den Gegenüber - auch wenn dafür ein Stück seiner eigenen Sprache zurückgenommen werden muss - kann die Wolke an Sprachfetzen gelockert und durchlässiger werden.
 
Kartenpreise:
VVK: 13,20 €, ermäßigt 11 €
AK: 14 €, ermäßigt 12 €

Sa 05.02.22 um 20 Uhr
 
Kategorie: Tanz

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