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> Nachruf auf mich selbst

Mit: Yasemin Cec, Christoph Plöhn, Holger Umbreit, Stella Wiemann, Yasin Özen
Regie und Konzept: Aron H. Matthiasson
Musik: Johannes Repka und Cenk Erdogan
Kostüme und Bühne: Alina Gitt
In Zusammenarbeit mit umbreit Entertainment e. K.
Mit freundlicher Genehmigung des S. Fischer Verlags
 
Jean und Philli sind gescheitert und sitzen irgendwo in der Wüste von Ost-Anatolien fest.
Eine Weltreise mit dem PKW hätte es werden sollen, ein romantisches Abenteuer, bevor Jeans Herzprobleme sie dazu zwingen auf Abenteuer zu verzichten. Sie hatten vor Richtung Osten durch Bulgarien, die Türkei und dann weiter über Russland und Kasachstan zu reisen. Dem Ideal der Selbstverwirklichung folgend, haben sie nicht auf die Einwände ihrer Freunde Ada und Francis gehört, die ihnen die Reise ausreden wollten. 80 reine Fahrtage sollten es sein, die Tage vor Ort nicht mitgerechnet, so lautete die Wette, wie bei Jules Verne. Per Vlog posten sie ihre Reise auf Instagram und in den sozialen Medien. Bis die Wirklichkeit die hippen Großstädter aufhält und der Platz in der Wüste noch der sicherste Ort für sie zu sein scheint.
 
Der Titel unseres Stücks ist ausgeliehen von dem aktuellen Buch von Harald Welzer, den sein Verlag als „einer der streitbarsten Intellektuellen in Deutschland“ beschreibt. Harald Welzer plädiert für eine Kultur des Aufhörens. Unser eigentliches Problem ortet Welzer in unserer Weigerung einzusehen, dass wir radikal scheitern könnten – und dass es mit uns und dem menschlichen Leben überhaupt irgendwann vorbei sein wird.
Forscherinnen und Forscher warnen seit Jahren vor Katastrophen-Szenarien. Aktuell warnen sie bereits vor weiteren Pandemien, in immer kleineren Zeitabständen, weil das Eingreifen des Menschen in bisher unberührte Reservate der Natur immer heftiger und unkontrollierter wird. Gleichzeitig spricht ein sehr elitärer Kreis unserer Gesellschaft davon, «die wirklichen Potenziale der Weltmeere nutzen zu wollen» und sogar den Mars zu bevölkern. Bei all dem Forschungsgeist gibt es ein Problem: Die Begrenztheit der Erde wird verbissen ignoriert.
Auf Basis dieses Gedankens hat Aron H. Matthiasson ein Konzept entworfen, dass die Ideen des Jules Verne, der im 19. Jahrhundert von Superlativen wie „In 80 Tagen um die Welt“, „20.000 Meilen unter dem Meer“ und „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ träumte, mit der von Welzer herausgearbeiteten „Kultur des Aufhörens“ zusammenprallen lässt.
 
Mit dem Regisseur Aron H. Matthiasson hat das Sprechwerk bereits sehr erfolgreich in der Spielzeit 2021/22 PROFESSOR MAMLOCK umgesetzt.
 

Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR - Back to Stage (Projektträger Deutscher Bühnenverein) und der Kulturbehörde Hamburg.

 
Kartenpreise:
VVK: 20,50 €, ermäßigt 13,90 €
AK 22 €, ermäßigt 15 €
(Bei der Premiere sind nur Vollpreis-Karten erhältlich.)
 
Fr 02.09.2022 um 20 Uhr (Premiere)
Sa 03.09.22 um 20 Uhr
So 04.09.22 um 18 Uhr
Fr 09.09.22 um 20 Uhr
So 11.09.22 um 20 Uhr
Do 22.09., Fr 23.09.22 jeweils um 20 Uhr
 
Kategorie: Schauspiel