Produktionen < zurück

> Goldes Wert

Eine Eigenproduktion des Hamburger Sprechwerks
im Rahmen der Reihe „Wortgefechte“
(Uraufführung)
 
Mit: Marion Gretchen Schmitz, Naomi O’Taylor, u.A.
Regie: Silke Ababneh
Digital Media: vr4content
 
Martha ist ein Frau, die im Begriff ist das mittlere Alter bereits wieder zu verlassen. Sie ist 55, seit einigen Jahren selbständige Texterin für die Apothekenrundschau und alleinstehend. Ihr Töchter Agata und Elisabeth sind bereits aus dem Haus; die Kleine, Wanda, ist vorübergehend zum Vater gezogen, zu dem Martha gerade so ein gutes Verhältnis hat, wie es nötig ist, um sich über Kindesunterhalt und Aufenthaltsrecht zu verständigen.
Wandas Auszug im Zorn ist der Anlass für Martha ihr Leben zu reflektieren. Wo war der Abzweig gewesen, den sie hätte nehmen müssen, um ihre Ziele zu verwirklichen? Hätte sie keine Kinder bekommen sollen? Hätte sie nach der Scheidung die Kinder bei Pavel lassen sollen? Oder war Pavel einfach bloß der falsche Mann gewesen, und mit einem anderen hätte alles besser geklappt?
In Zwischenschnitten kommt Wanda zu Wort, die sich wegwünscht von ihrer Mutter und ein vernichtendes Urteil fällt über deren Lebensweg.
Die dritte Figur in Marthas Kosmos ist ihre Mutter, die wir im gleichen Alter wie Martha sehen. Sie erzählt von ihrer Kindheit und ihren Arbeitsjahren und Martha vergleicht.
 
Durch die strukturelle Ungleichheit der Geschlechter am Arbeitsmarkt fällt die individuelle Entscheidung vieler Paare zugunsten einer bevorzugten Erwerbstätigkeit desjenigen aus, der mehr verdient. Dies ist in den meisten Fällen der Mann.  Nicht erst seit der Corona-Krise ist die Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern rückläufig. Vor allem junge Mütter ziehen sich aus dem Arbeitsleben zurück. Häufig sind sie gut ausgebildet, waren bis zur Schwangerschaft in einer gleichberechtigten Partnerschaft und befanden sich auf der Karriereleiter auf dem Weg nach oben. Die Entscheidung, mit der Gründung einer Familie auf Arbeit und eigenes Einkommen zu verzichten und den Wunsch nach beruflichem Erfolg zu vertagen, treffen sie nicht alleine. Die Gesellschaft trifft diese mit.
 
Wo wäre Martha heute, wenn sie keine Frau, sondern ein Mann wäre?
 
Gefördert von der Kulturbehörde Hamburg und NEUSTART KULTUR - Back to Stage (Projektträger Deutscher Bühnenverein).
 
VVK: 20,50 €, ermäßigt 13,90 € (Inkl. VVK-Gebühren)
AK: 22 €, ermäßigt 15 €
(Bei der Premiere sind nur Vollpreis-Karten erhältlich)
 
Fr 29.07.22 (Premiere), Sa 30.07., Sa 06.08., Fr 26.08., Sa 27.08.22 jeweils um 20 Uhr
So 31.07., So 07.08.22 jeweils um 18 Uhr
 
Kategorie: Schauspiel

Eigenproduktion

Schauspiel

Eigenproduktion

Schauspiel

Eigenproduktion

Schauspiel

Eigenproduktion

Schauspiel

Eigenproduktion

Schauspiel

Eigenproduktion

Schauspiel

Eigenproduktion

Schauspiel

Eigenproduktion

Schauspiel

Eigenproduktion

Schauspiel

Eigenproduktion

Schauspiel

Eigenproduktion

Schauspiel

Eigenproduktion

Schauspiel

Eigenproduktion

Schauspiel

Eigenproduktion

Schauspiel