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> Goldes Wert

Eine Eigenproduktion des Hamburger Sprechwerks
im Rahmen der Reihe „Wortgefechte“
Uraufführung mit Texten von Silke Ababneh nach einer Idee von Konstanze Ullmer
 
Mit: Marion Gretchen Schmitz, Naomi O’Taylor, Christine Wilhelmi
Regie: Silke Ababneh
Digital Media: vr4content
 
Martha ist eine Frau, die zu ihrer eigenen Überraschung bereits mittleren Alters ist. Sie verdient ihren Lebensunterhalt seit der Scheidung als freie Trauerrednerin und ist alleinstehend - zur Zeit. Das Geld ist leider immer knapp. Mit Wanda, ihrer erwachsenen Tochter, ist sie im Streit; man sieht sich nur noch selten. Martha reflektiert ihr Leben.
Wo war der Abzweig gewesen, den sie hätte nehmen müssen, um ihre Lebensziele zu verwirklichen? Hätte sie kein Kind bekommen sollen? Hätte sie nach der Trennung das Kind bei Pavel lassen sollen? Oder hätte alles mit einem anderen Mann besser geklappt? Es geht ihr nicht um Schuldzuweisung, sondern um den Versuch zu erkennen, wo die hoffnungsvolle, talentierte, zuversichtliche junge Frau mit der goldenen Zukunftsvision von einst verloren gegangen ist.
In Zwischenschnitten kommt Wanda zu Wort, die ein verächtliches Urteil fällt über den Lebensweg ihrer Mutter.
Die dritte Figur in Marthas Kosmos ist ihre Mutter Karin, die wir im fast gleichen Alter wie Martha sehen. Sie erzählt von ihrer Kindheit und ihren Arbeitsjahren und Martha vergleicht.
 
Durch die strukturelle Ungleichheit der Geschlechter am Arbeitsmarkt fällt die individuelle Entscheidung vieler Paare zugunsten einer bevorzugten Erwerbstätigkeit desjenigen aus, der mehr verdient. Dies ist in den meisten Fällen der Mann.  Nicht erst seit der Corona-Krise ist die Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern rückläufig. Vor allem junge Mütter ziehen sich aus dem Arbeitsleben zurück. Häufig sind sie gut ausgebildet, waren bis zur Schwangerschaft in einer gleichberechtigten Partnerschaft und befanden sich auf der Karriereleiter auf dem Weg nach oben. Die Entscheidung, mit der Gründung einer Familie auf Arbeit und eigenes Einkommen zu verzichten und den Wunsch nach beruflichem Erfolg zu vertagen, treffen sie nicht alleine. Die Gesellschaft trifft diese mit.
 
Wo wäre Martha heute, wenn sie keine Frau, sondern ein Mann wäre?
„Man wird nicht als Frau geboren. Man wird es.“ (Simone de Beauvoir)
 
Das hybride crossmediale Theaterprojekt “Goldes Wert“ will Denkmauern bewusst machen und lädt das Publikum zu einer immersiven Reise in die Lebenswirklichkeit Marthas ein.
Wir lassen bei dieser eng im Team entwickelten Inszenierung die physische Welt mit der digitalen verschmelzen und neue innere und äußere Erlebnisräume aus weiblicher Perspektive entstehen. Eigens für die Inszenierung ist eine AR-App (Augmented Reality) kreiert worden, die die Zuschauer während des Stückes benutzen und die Teil des Theaterabends ist. Um das Mitbringen von Mobiltelefonen wird gebeten; eine begrenzte Anzahl davon wird vom Theater zur Ausleihe bereitgehalten.
 
Gefördert von der Kulturbehörde Hamburg und NEUSTART KULTUR - Back to Stage (Projektträger Deutscher Bühnenverein).
 
VVK: 20,50 €, ermäßigt 13,90 € (Inkl. VVK-Gebühren)
AK: 22 €, ermäßigt 15 €
(Bei der Premiere sind nur Vollpreis-Karten erhältlich)
 
Fr 29.07.22 (Premiere) um 20 Uhr
Sa 30.07.22 um 20 Uhr
So 31.07.22 um 18 Uhr
Sa 06.08.22 um 20 Uhr
So 07.08.22 um 18 Uhr
Fr 26.08.22 um 20 Uhr
Sa 27.08.22 um 20 Uhr
 
Kategorie: Schauspiel
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