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> Der Kuss

Deutsche Erstaufführung
Eigenproduktion des Hamburger Sprechwerks
im Rahmen der „Wortgefechte“-Reihe
von Ger Thijs aus dem niederländischen von Claudia van Veen
Ahn & Simrock Verlag
 
Mit: Jasmin Buterfas und Stephan Benson
Regie: Anton Pleva
Dramaturgie: Mia Massmann
Musikalische Beratung: Henrik Demcker
 
Ein Mann und eine Frau, nicht mehr jung, begegnen sich auf einem Aussichtspunkt mit Bank und blicken in die schöne Landschaft. Sie kennen sich nicht, treffen sich aber auf ihrer Wanderung mehrmals wieder. Bei jedem Treffen erfahren ein wenig mehr über einander, streiten, flirten, nähern sich. Aber wer sind sie wirklich, erleben sie den magischen Moment eines Aufbruchs in ein neues Leben – oder ist alles ganz anders?
Ein Theaterstück über Einsamkeit, über geplatzte Träume, über den Blick zurück von hinter der Mittellinie aus, und doch kein depressives Stück. Die Protagonisten sind starke, ja witzige Charaktere, denen das Leben zwar nichts geschenkt hat, die sich aber trotzdem nicht unterkriegen lassen.
Sie, die ehemalige Apothekerin, ist auf dem Weg zum Arzt. Eine ernsthafte Krankheit. Obwohl sie doch immer bei den Vorsorge-Untersuchungen war. Er erzählt von einem erfolglosen Kollegen aus der Kleinkunst-Szene, der heute in einem Vergnügungspark Ballons für Kinder knotet, verkleidet in ein entwürdigendes Bärenkostüm. Man ahnt: Er spricht von sich selbst.

Die Stärke des Stückes ist der Text. Die Dialoge sind sehr schnell, intelligent, überzeugend, die Figuren stellen die Fragen, die sich alle Menschen, die die Mitte des Lebens hinter sich gelassen haben, stellen. Sie lachen, heitern sich auf und verletzen sich gleichzeitig mit Grausamkeiten, sie suchen Intimität und schieben sie weg, träumen von etwas Verrücktem, aber ob sie die Kraft haben aus der Stabilität auszusteigen, bleibt offen.
Man wünscht ihnen, dass es ein Happy End gibt, dass sie sich gegenseitig retten können. Oder haben sie sich nur einen unerwarteten Tag Aufschub verschafft auf ihrem Weg?
 
Gefördert durch das Bezirksamt Hamburg-Mitte. Wir danken der Stiftung Hamburger Hilfsspende, ohne die diese Produktion nicht möglich gewesen wäre.
 
 
Kartenpreise:
VVK: 20,50 €, ermäßigt 12,80 €
AK: 22 €, ermäßigt 13,50 €
  
Fr 06.09.24 um 20 Uhr (Premiere)
Sa 07.09.24 um 20 Uhr
So 08.09.24 um 18 Uhr
Kategorie: Schauspiel

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