Produktionen < zurück

> CDSH Abschlussprojekt re:set

Jedes Jahr findet das Abschlussprojekt unter einem anderen Motto statt. Raul Valdez, künstlerischer Leiter der CDSH - Contemporary Dance School Hamburg, lässt sich bei der Themenfindung von der Energie und Dynamik der jeweiligen Abschlussklasse inspirieren. re:set steht sinnbildlich für die Essenz der Arbeit des Abschlussjahrgangs 2022 und ist zugleich Leitthema und Experimentierfläche für alle Choreograf*innen.
 
Ein Reset ist ein Vorgang, durch den ein elektronisches System in einen definierten Anfangszustand gebracht wird. Dies kann erforderlich sein, wenn das System nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert und auf die üblichen Eingaben nicht reagiert.
 
Schon immer sehnten sich Menschen in erschöpften Gesellschaften nach dem Neuen, Anderen und Besseren. Die aktuelle soziale und ökologischen Krise, die für die einen eine wirtschaftliche Schieflagen bedeutet und sich für andere als existenziell bedrohliche Katastrophe darstellt, ist geprägt von einer kollektiven Suche nach einer Reset-Taste für die Zivilisation. Im Chaos und der Katastrophe steckt ein utopisches Potenzial für einen Neuanfang.
 
Was könnte ein solcher imaginärer Ausgangspunkt sein? Eine utopische Gesellschaft, ein kollektives Bewusstsein darüber, dass wir alle Teil eines Ganzen sind und alles im Kern verbunden ist. Dass wir unseren Platz im Universum mit anderen teilen. Ein Zustand, der dadurch erreicht wird, dass wir uns darüber bewusstwerden, dass unser Verhalten, die Art, wie wir mit der Welt und einander umgegangen sind, notwendig in eine Krise laufen musste.
 
Stattdessen wechseln wir die Perspektive(n), finden gemeinsam kreative Lösungen, machen Frieden mit den Geistern der Vergangenheit und verbinden uns, um für Kommendes gerüstet zu sein! Ein Tabula Rasa – leer und aufnahmebereit wie ein unbeschriebenes Blatt! Die Möglichkeiten wären unbegrenzt!
Besonders jetzt brauchen wir starke Utopien!
 
„Jeder schafft die Welt neu mit seiner Geburt, denn jeder ist die Welt“
(Rainer Maria Rilke)
 
Mit dem Thema re:set öffnen wir ein choreografisches Experimentierfeld, das Raum bietet für Fragen nach dem Utopischen, für Imaginationen einer Zukunft – oder mehrerer, für Träume von Neuanfängen und für den ambivalenten Wunsch, sich mit Vergangenem zu versöhnen und sich mit dem zu verbinden, was nicht ungeschehen gemacht werden kann.
 
Karten nur unter www.cdsh.de.
 
Die Vorstellungen des Abschlussjahrgangs werden von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg gefördert.
 
 
___EN
re : set
 
A reset is a procedure to bring an electronic system to a defined initial state. This may be necessary if the system no longer functions properly and no longer responds to the usual inputs.
 
People in exhausted societies have always yearned for the new, the different and the better. The current social and ecological crisis, that involves economic hardship for some and an existence-threatening catastrophe for others, is marked by a collective search for a reset button for civilisation. A reset button for civilisation. In chaos and catastrophe lies a utopian potential for a new beginning.
 
What could be such an imaginary starting point? A utopian society, a collective consciousness that we are all part of a whole and everything is interconnected at its core. That we share our place in the universe with others.  A state achieved by realising that our behaviour, the way we have treated the world and each other, has inevitably come to a crisis.
 
Instead, we change perspective(s), find creative solutions together, make peace with the ghosts of the past and connect to be ready for what is to come! A tabula rasa - empty and receptive like a blank slate! The possibilities would be unlimited!
Right now we need strong utopias!
 
"Everyone creates the world anew with his birth, because everyone is the world".
(Rainer Maria Rilke)
 
With the topic re:set we’re opening an experimental ground for questions related to the utopian, for imaginations of a future – or of various futures, for dreams of new beginnings and for the ambivalent wish to make peace with the past and unify with what can not be undone.
 
You can see the works of the first and second year on July 1 and 2 at 8:00 pm and on July 3 at 6:00 pm at the Hamburger Sprechwerk. Choreographies by Javier Báez, Tomislav Jeličić, Ursina Tossi and Yolanda Morales;
 
the works of the graduating class on July 7, 8 and 9 at 8:00 pm and on July 10 at 4:00 pm at Hamburger Sprechwerk. Choreographies by international guest choreographers Julie Magneville (France), Salvatore Siciliano (Italy/ Germany) and our artistic director Raul Valdez.
 
The graduation performances are being funded by the Behörde für Kultur und Medien Hamburg.
 
Tickets are soon available on www.cdsh.de
 
1. und 2. Jahrgang:
Fr 01. 07., Sa 02.7.22 um jeweils um 20 Uhr
So 03.7.22 um 18:00 Uhr
Choreografien von Javier Báez, Tomislav Jeličić, Ursina Tossi und Yolanda Morales
 
Abschlussjahrgang:
Do 07.07, Fr 08.07., Sa 09.7.22 jeweils um 20:00 Uhr
So 10.7.22 um 16 Uhr
Choreografien der internationalen Gastchoreograph*innen Julie Magneville (Frankreich), Salvatore Siciliano (Italien/ Deutschland) und unserem künstlerischen Leiter Raul Valdez.
 
 
Kategorie: Tanz

Tanz

Tanz

Tanz

Tanz

Tanz

Tanz

Tanz