18 Uhr: Professor Mamlock

Foto G. P. Wöhler: Jeanne Degraa; Foto Maria Hartmann: Christian Hartmann

Schauspiel von Friedrich Wolf

Mit: Stephan Arweiler, Jasmin Buterfas, Maria Hartmann, Joachim Liesert, Ines Nieri, Christoph Plöhn, Holger Umbreit und Gustav Peter Wöhler
Regie: Aron H. Matthiasson
Komposition: David Bircher
Produktion: Hamburger Sprechwerk im Rahmen der "Wortgefechte"-Reihe in Zusammenarbeit mit umbreit Entertainment e.K.

Ein Hakenkreuz - eingeritzt in die Tür einer Synagoge.
Das war letzten Donnerstag.
2021.

1933. Der weltberühmte jüdische Arzt Professor Mamlock bemüht sich, seine Arbeit, seine Klinik, aber auch seine Familie von allen politischen Auseinandersetzungen fernzuhalten.
Aus Angst um das Erreichte, aus Blindheit gegenüber der Realität und im Vertrauen auf "das Gute" im Menschen arbeitet Mamlock weiter unter den rassistischen Machthabern. Sein Sohn jedoch verliert das Vertrauen und geht in den kommunistischen Untergrund, seine Frau attestiert ihm dieselbe Sturheit, die er bei seinen Gegner*innen ausmacht, seine Tochter beginnt ihre ganz eigene Form der Rebellion gegen ihn. Mamlock scheitert.

Der Arzt und Schriftsteller Friedrich Wolf verfasste "Professor Mamlock" kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten, im Exil. 1961 wurde es von Konrad Wolf verfilmt, einem der wichtigsten und einflussreichsten Filmemacher der DDR, Namensgeber der Filmuniversität Babelsberg und Sohn Friedrich Wolfs.

Unsere Fassung spielt in der Gegenwart. Ein Professor hält eine Vorlesung mit dem provokanten Titel: „Wie die Geschichte uns auf dem Pannenstreifen überholte“ an einer Universität irgendwo im Lande. Die Aufmerksamkeit der Studierenden nutzt er dafür, ein Experiment zu wagen: Er geht mit den Studierenden zurück in die Vergangenheit. Dabei reflektiert er die aktuellen politischen Ereignisse in Deutschland. Wie schnell kann eine Gesellschaft ihre eigene Geschichte verleugnen oder vergessen?

Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg und NEUSTART KULTUR - Back to Stage.

Kartenpreise:
VVK: 23,80 €, ermäßigt 13,90 €
AK: 25 €, ermäßigt 15 €


Do 20.05.21 um 20 Uhr (Premiere)
Fr 21.05.21 um 20 Uhr
Sa 22.05.21 um 20 Uhr
So 23.05.21 um 18 Uhr
Do 27.05.21 um 20 Uhr
Fr 28.05.21 um 20 Uhr
So 30.05.21 um 18 Uhr

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