18 Uhr: Bodyrule

Foto: Stefan Wagner

Mit: Cosma Dujat, Christina Fliether. Regie: Denise Stellmann.

Verfehlt und unreif nennen Kritikerinnen wie die Philosophin und Chefredakteurin Svenja Flaßpöhler die #MeToo-Bewegung. „Wir dürfen nicht alle Probleme den Männern in die Schuhe schieben.Was man nicht in der direkten Konfrontation mit dem Mann hinbekommt, damit muss man dann leben“, konstatiert sie, und spricht von einer selbstgewählten Opferrolle an der Frauen zwanghaft festhalten.
Fahrlässig und täterloyal nennen Betroffene diese Haltung. „Übergriffigkeit gehört nicht in einen Graubereich.“ Sie propagieren mehr Solidarisierung und fordern die Enttarnung übergriffiger Männer.
 
Gibt es die eine Wahrheit?
 
Bodyrule macht sich auf die Suche.
 
Zwei vermeintlich konträre Parteien finden sich auf einer Bühne wieder:
Lila Marai (Christina Fliether) bezichtigt ihren Ex-Chef der Übergriffigkeit. Ihre offensive Anklage findet Gehör in der Öffentlichkeit. Zwei Lager entstehen.
Maureen Lest (Cosma Dujat), ehemalige Pflichtverteidigerin, lädt zu Debatten vor Publikum.
Sie fordert den Diskurs, gnadenlos, direkt und parteiisch.
 
Bodyrule provoziert und zwingt zur Reflexion.
 
Ab wann ist eine Frau selbst verantwortlich? Mit 18? Was sagen wir dann einer 17 Jährigen?
War das eben ein Flirt oder schon Belästigung?
Hat mein Chef mich angegrabscht oder war das ein versehentlicher Busenstreifer?
Darf es im direkten Kontext der sexualisierten Gewalt überhaupt eine „Meinungsfrage“ geben?
 
Dieses Themenfeld ist nicht einfach. Nicht für die, die Teil davon sind, nicht für die, die darüber sprechen wollen.
 
Die Frage nach der einen Wahrheit verdient, zumindest in einem Punkt, eine klare Haltung:
„Egal wie kurz mein Rock ist, niemand hat das Recht eine Straftat an mir zu begehen.“
 
Bodyrule spricht - auf Basis wahrer Begebenheiten.
 
Kartenpreise:
VVK: 20,50 €, keine Ermäßigung (incl. VVK-Gebühren)
AK: 22 €, keine Ermäßigung

Fr 17., Sa 18.01.2020 jeweils um 20 Uhr
So 19.01.2020 um 18 Uhr
 

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