von Konstanze Ullmer

Liebe Weihnachtswichtel, Renn-Elche und solche, die es werden wollen,

meine Tochter hat dieses Jahr bereits Mitte November die Weihnachtskiste aus dem Keller gezerrt und die Rentiere, Engel, Tannenbäume und Ähnliches malerisch zwlschen dem anderen Rödelkram in unserer Wohung verteilt, also gefühlt kurz nach dem Erntedank. Nun findet man also auf dem Wohnzimmertisch 2 Laptops, zwei Fernbedienungen, drei PS-irgendwas-Controller, einen Teller mit Miniatur-Knetmännchen (darunter ein Kackhaufen-Emoji und eine Micky-Maus, deren linker Arm abgebrochen ist), ein Lateinbuch, drei Stifte, von denen einer kaputt ist, einen Flyer von AKF Siemers, eine BRAVO, ein Radiergummi, eine Kappe von einem nicht wieder auffindbaren USB-Stick, gelegentlich eine Flasche Apfelschorle und meistens diverse Bontschi-Papierchen, leere Joghurtbecher und YumYum-Suppenschüsseln, die merkwürdigerweise trotz täglichen Abräumens immer nachwachsen. Und zwei Weihnachtsmänner, einer mit Kerze, einer ohne. Ich finde, sie fallen trotz ihrer verhältnismäßigen Größe irgendwie gar nicht auf. Sie vermehren nur den Kladderadatsch. Und die Klotür klemmmt seit Mitte des Monats, weil sich der goldene Drahtstern, der an der Klinke hängt, immer vor das Schloß schiebt beim Schließen.
Na gut.
Das nur nebenbei.
Und bei Ihnen so?
Schon im Weihnachtsstress oder noch Zeit Theater zu gucken?
Ich hätt' ja dann auch eine Empfehlung für Sie, da bin ich ja Kumpel.
 
Also übermorgen, am Fr 01.12. und Sa 02.12.17 um 20 Uhr haben wir nochmal die wirklich schöne Produktion ELECTRONIC CITY von Falk Richter, produziert von GenbuArts, bei uns.
(Ich weiß auch nicht, für was GenBu die Abkürzung ist... vielleicht GENiale BUrschen... nee, es sind ja auch Frauen dabei... GENossenschaftliche BU....BU....mir fällt nichts ein....BUsen... auch Quatsch...GENtrifizierte BUtter...egal. Das Stück ist gut. Die waren im April schon einmal bei uns, die GENetischen BUllen, und ich hab sie gezwungen nochmal zu spielen.)
 
Und dann haben wir noch was besonders Hübsches zum Jahresabschluss:
Ein von mir sehr geschätzter Schauspieler, Joachim Liesert, spielt DER WEG ZUM GLÜCK von Ingrid Lausund, in der Inszenierung von Rotraut de Neve und Karl-Georg Kayser. Kennen Sie Rotraut de Neve? Nein? Sie hätten sie nicht vergessen, glauben Sie mir! Rotraut hat feuerrote Haare, ein feuriges Temprament und ist sehr anspruchsvoll, was für eine Regisseurin ja immer von Vorteil ist. Und Karl Georg Kayser hat sich in über 80 Regie-Arbeiten quer durch Deutschland inszeniert, bevor er nun uns allen DEN WEG ZUM GLÜCK zeigt. Das Talent von allen dreien zusammen genommen KANN eigentlich nur zu einem großartigen Ergebnis führen.
Premiere ist am Fr 08.12.17 um 20 Uhr, weitere Vorstellungen am 09. und 10.12.17, und an einem Januar-Termin knuspern wir gerade herum. Ich halte Sie auf dem Laufenden.
 
Update: DER WEG ZUM GLÜCK spielt noch einmal am 27.01.18.!!!

Infos zum Stück